26/7/2005
Adlershofer BC 08 (Damen, Regionalliga Nord-Ost, Saison 2004/05 Platz 3) - 1.FFC Turbine Potsdam II (Damen, 2.Bundesliga Staffel Nord, Saison 2004/05 Platz 5)
Spiel am 26.07.2005, 18:45 Uhr, Fritz-Lesch-Sportanlage
Potsdamer Anfangself: Bellinghoven - Marxkordt, Mucha, Schlanke - Lütdke, Parlow, Baier, Starick - Fechner, Heller, Sandmann
Nur vier Tage nach der herben Schlappe gegen die Männer von Piesteritz wartete ein neuer Test auf die Mannschaft von Turbine II. Die Frauen von Adlershof wurden von Anfang an von einer offensiven und zweikampfstarken Potsdamer Mannschaft unter Druck gesetzt. So kam es bereits in der 1. Minute zur 1. Potsdamer Chance durch Nadin Sandmann. In der 8. Spielminute brachte ein Eigentor der Adlershoferinnen nach schöner Flanke von Heller das Team von Kandler/Klebitz in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Fechner nach Flanke von Sandmann auf 2:0. Die überlegene Spielweise zeigte sich somit auch im bisherigen Ergebnis. Die erste Viertelstunde dominierte Potsdam klar und Bellinghoven im Tor hatte ruhige Zeiten. Dann begann die Partie zu verflachen und das 3:0 durch Fechner in der 19. Minute weckte das Team nicht wirklich auf. Die unfreiwillige Vorlage zum Tor kam von Sandmann, die den Ball nicht richtig unter Kontrolle bekam und dadurch auf Fechner auflegte.
In der 30. Minute erhöhte dann Sandmann selbst auf 4:0, nachdem sie im Strafraum ausreichend Zeit hatte einen Querschläger in der Abwehr volley im Tor zu versenken.
Bis dato ein verdientes Ergebnis, obwohl die Berlinerinnen besser ins Spiel kamen, aber bis zur Halbzeit keinen echten Torschuss aufweisen konnten. Ein entspannter Tag für Bellinghoven, die ihre Abwehr, zusammen mit Anne Mucha, gut dirigierte. Das Mittelfeld hatte sich gegenüber Piesteritz in der Defensivarbeit verbessert und konnte auch mehr Akzente nach vorne setzen. Das gelang diesmal auch über beide Außenbahnen sehr gut. Die Stürmerinnen waren lauffreudig und ebenfalls bemüht Defensivarbeit zu leisten.
Schlußpunkt der ersten Halbzeit war dann der dritte Treffer von Fechner in der 45. Minute.
Zur 2.Halbzeit erfolgten 5 Wechsel und einige Umstellungen. Grau für Bellinghoven, Paschen für Mucha, Willems für Heller, Leist für Schlanke und Fockmann für Lütdke .
Potsdamer Aufstellung zur 2.HZ: Grau - Marxkordt, Baier, Leist - Fockmann, Parlow, Paschen, Willems - Starick, Sandmann, Fechner
Die zweite Halbzeit bot schönen Sommerfußball ohne wirklich zu unterhalten. Durch die Wechsel und Umstellung waren viele Spielerinnen mit dem Erfüllen der ihnen zugedachten Rollen beschäftigt und die Adlershoferinnen wollten es noch einmal wissen und waren in Halbzeit zwei besser. So hatte Grau im Tor von Potsdam weit mehr zu tun als Bellinghoven in Halbzeit Eins, was auch an der neuformierten Abwehr lag. In dieser zeigte Leist eine gute Leistung bei Zweikämpfen und im Stellungsspiel. Fockmann konnte im rechten Mittelfeld nicht die Leistung ihrer Vorgängerin Lütdke erreichen, die eine solide und engagierte Partie gezeigt hatte. Neuzugang Willems auf der linken Mittelfeldseite hatte noch einige Probleme, zeigte aber eine sehr engagierte Leistung und drang nach vorn. Eine sehr ansprechende Leistung sowohl im Mittelfeld als auch im Sturm zeigte Starick, die bis zum Spielende unermüdlich kämpfte und lief.
In der 64. Minute wechselte das Trainergespann erneut und brachte Schultz für Sandmann und Grohs für Marxkordt. In der 70. und 72. Minute konnte Starick zwei sich bietende Torchancen nicht nutzen. Zur 78. Minute durfte die dreifache Torschützin vom Platz und Sandmann durfte nach kurzer Verschnaufpause nochmals stürmen. Dies führte zu keinem zählbaren Erfolg mehr für die Potsdamerinnen. Im Gegenteil, es musste in der 83. Minute der Gegentreffer durch Nicole Hansen per Kopfball hingenommen werden. Ein schöner Treffer, bei dem Grau keine Chance hatte.
So bleibt abschließend festzuhalten, dass sich die Mannschaft durchaus verbessert zeigte, die erste Elf gutes Potenzial besitzt und es immer deutlicher wird, dass die 2. Mannschaft eine Ausbildungsmannschaft geworden ist. Viele Ansagen von der Seitenlinie sind noch nötig und von 11 Akteurinnen in der Startelf waren nur 6 aus dem Kader der vorigen Saison. Trotzdem zeigen Spielerinnen wie Schlanke, Starick und Marxkordt bereits jetzt sehr ansprechende Leistungen und haben sich in das Mannschaftsgefüge gut integriert. Neben dem Platz ist eine gelöste und lustige Stimmung zu verspüren, wobei es allerdings nicht an dem nötigen Ernst und Ehrgeiz für die kommenden Aufgaben zu fehlen scheint.
(Marko )
23/7/2005
Freitag noch in Rathenow bei Turbines Testspiel gegen den Rathenower BSC, ging es für mich nur wenige Stunden später nach Flaesheim zum Dragon-Sport-Cup, an dem unsere Turbine-Mädels ebenfalls teilnahmen.
Freitagabend ca. um 23 Uhr war ich zu Hause, wo Caro schon auf mich wartete. Sie war aus der Heimat Sachsen extra nach Potsdam gekommen, um am Samstag gemeinsam mit Marko L., Ullrike, Mark, Stoner und mir nach Flaesheim zum Dragon-Cup zu fahren. Putzmunter saßen wir bei mir, bis wir um 1 Uhr nachts beschlossen, uns dann doch mal für ein Stündchen hinzulegen. Todmüde machten wir uns auf zum Potsdamer Hauptbahnhof, wo wir uns um 3:45 gemeinsam mit den anderen auf die 5-stündige Fahrt nach Hillen machten.
Kaum drinnen im Bus wurde es sich bequem gemacht und erstmal ein wenig weitergeschlafen. Respekt an unsern Fahrer Marko, der trotz der Frühe sehr munter zu sein schien.
Um 5 Uhr machten wir Pause, schließlich hatten wir alle noch nichts gegessen… . An einer Tankstelle wurde gehalten. Und schon da passierten die ersten „spektakulären“ Dinge. So kämpfte Stoner mit dem falsch-gegriffenen Sandwich, um es später doch wegzuschmeißen und sich das Richtige zu kaufen, so hatte ich bei aller Müdigkeit anfangs Probleme die „Toiletten-Bon-Regeln“ zu verstehen und so stärkte sich Mark in aller Frühe mit einem Eis.
Nach erneutem kurzen Tank-Stopp erreichten wir unser Ziel, die Sportanlage der „Haardkampfbahn“, pünktlich. Die Spielerinnen waren auch gerade erst angekommen und schienen alle auch noch sehr müde. Kein Wunder, auch sie hatten keinen Schlaf, da sie erst um 3 Uhr morgens in Flaesheim ankamen, nachdem sie am Freitag nach dem Testspiel gegen Rathenow noch eine 7-stündige Busfahrt vor sich hatten. Nach den Begrüßungen mit den Mädels richteten wir uns unsere Ecke an der rechten Eckfahne ein (Banner usw.). Auch die „BaWü-Fraktion“, in Person von Nicole und Diana, waren mittlerweile angekommen.
Und schon ging es los. Turbine bestritt gleich das erste Spiel (um 9:30) des Cups gegen den Gastgeber, die SuS Concordia Flaesheim. Wie eigentlich erwartet gewannen unsere Mädels das Ding ganz klar, mit 5:0. Nach diesem Spiel hatte Potsdam 2 Stunden spielfrei, diese Zeit nutzen die Mädels um ins Hotel zu fahren und etwas Schlaf nachzuholen. Auch Caro und ich waren noch sehr müde und beschlossen, uns im Bus noch ’ne Runde aufs Ohr zu hauen. Zuvor aber mussten wir unseren Hunger noch etwas stillen. Beim „Bocki-Stand“ angekommen wurde uns erst mal erklärt, dass man hier nicht mit Geld sondern Wertmarken bezahlt. Umständliche Sache, wie wir finden, und so mussten wir unser Geld jedes Mal vorm Essen kaufen erst in Wertmarken umtauschen. Nach unserem „Frühstück“ gings ab in den Bus zum schlafen.
Natürlich waren wir pünktlich zum 2. Turbine-Spiel wieder wach und konnten erneut einen 5:0-Sieg unserer Mädels, diesmal gegen den FFC Brauweiler Pulheim, sehen. Es folgte wieder eine längere Spielpause für Potsdam. Das dritte und letzte Turbine-Spiel an diesem Tag ging gegen die SG Essen Schönebeck. Von Spiel zu Spiel schien Turbine schwacher zu werden. Noch keine richtigen Anzeichen von dem schönen Kombinationsspiel waren zu sehen. So endete diese Partie ‚nur’ 1:1. Dennoch beendete Turbine den 1.Spieltag (am Samstag) als Gruppenerster.
Turbine fuhr nach diesem letzten Spiel zurück zum Hotel und machte sich für die Playersnight fein, während wir anfingen, unsere Zelte aufzubauen. Zwischendurch gabs einen Anruf aus Potsdam: Nadine wollte alle Details zu den Potsdam-Spielen wissen. Gott sei Dank konnte ich alles nach ihren Wünschen berichten
. So langsam kündigte sich bei uns der abendliche Hunger an und so machten wir uns zu 5.auf die Suche nach einem MC Donalds. Stoner hatte uns nach dem 2.Turbine-Spiel verlassen, um gemeinsam mit den BaWüs nach Paderborn zu einem Softballspiel von Bridget, auch baldige „Adler“, zu fahren.
In Flaesheim fanden wir keinen MC Donalds, sodass wir beschlossen an einer Tankstelle anzuhalten und jemanden danach zu fragen.
(lachflashstory)
Man kann die Situation gar nicht richtig beschreiben, es war einfach nur zum schreien. *g*
Gut gestärkt kamen wir zurück an unseren Zelten an und beschlossen ’ne Runde zu bolzen. Alles wurde geübt. Zuerst das Freistoßschießen mit Mauer auf dem Ascheplatz und später auf dem „Wembley-Rasen“ das Elfmeterschießen, Flanken, einfach nur bolzen und nicht zu vergessen unsere „Frauen-super-spezial-Taktiken“. 
Irgendwann kamen auch unsere BaWüs wieder und wir saßen noch ein bisschen gemütlich zusammen. Etwas müde beschlossen wir zu unseren Zelten zu gehen und dann mal die Duschen auszutesten. Nun ja, wer auf „im-Dunkeln-arschkalt-duschen“ steht, der wäre im Paradies gewesen, für uns war es doch ein bisschen zu kalt, aber na ja, was will man machen. Es war gerade mal um 22 Uhr, als wir uns so langsam in unsere Zelte verkrümelten.
Früh um halb acht - wir hätten eigentlich noch eine Stunde schlafen können - wurden wir wohl alle von dem Gegacker und Gelaber aus dem benachbarten BaWü-Zelt geweckt. Noch ziemlich müde und etwas angesäuert, weil ich so gut geschlafen hatte und auch noch hätte weiter schlafen können, musste ich mir ständig auf die Zunge beißen, um keine unschönen Sachen zu Stoner & Co. zu rufen.
Nach einer Stunde hin-und herwälzen und dem Gelaber von nebenan zuzuhören, beschlossen Caro und ich so langsam und leise mal aufzustehen. Nach einigen „in dem Zelt bewegt sich was“ oder „ich hab was gehört“, „ich glaub sie sind wach“, krochen wir dann aus unserem Nachtlager. Geregnet hatte es nachts, aber wir bekamen davon nichts mit, beschlossen aber, unsere Zelte zum trocknen noch stehen zu lassen – im Gegensatz zu Samstag war herrlich warmes Wetter heute.
Zum Frühstück gabs Kuchen. Langsam trudelten auch die Turbinen ein. Auch heute schienen sie nicht wirklich munterer zu sein. Die Playersnight war wohl zu lang.
Und während Anja einfach nur müde war, so ging es Afro aus anderen Gründen gar nicht so gut. Sie erzählte, dass sie am Samstag nach dem Spiel zusammenbrach, Fieber bekam und Schüttelfrost hatte. So lag sie schon um 6 im Bett und bekam nicht mit, wie Inken auf der Playersnight einen DVD-Player gewann. *g*
Gute Nachricht am heutigen Tage, Britta konnte wieder spielen. Das Viertelfinale gewannen unsere Mädels mit 2:0 gegen Gütersloh. Somit standen wir im Halbfinale, in dem es erneut gegen Essen ging. Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1, nachdem beide Seiten je einen Elfmeter versenken konnten. So ging es also noch ins Elfmeterschießen. Spannende Sache. Cristiane, Conny, Navina, Anja, Piwi und Caro trafen für Potsdam und auch die Frauen aus Essen waren jedes Mal erfolgreich, wobei Potsdam immer nachlegen musste. So war es an Paula, das siebente Mal nachzulegen, jedoch wollte sie wohl zu genau sein und der Ball traf bloß den Pfosten. Somit stand Essen im Finale und Potsdam spielte gleich anschließend um Platz 3 gegen den SC 07 Bad Neuenahr. Diese Partie sollte von Anfang an nur durch ein Elfmeterschießen entschieden werden, sodass Potsdam gleich wieder am Elfmeterpunkt antreten durfte. Das gleiche Prozedere wie zuvor. Cristiane, Conny, Navina und Anja trafen. Es folgte Piwi. Ehrlich gesagt dachte wohl jeder: „na der geht eh rein“, doch dieses mal sollte es anders sein. Piwi traf nur die Latte. Nun war es an der jungen Potsdamer Torhüterin Christina Bellinghoven Turbine noch im Spiel zu halten. Und tatsächlich. Sie wehrte den Schuss von Neuenahrs Nicole Bender ab! Weiter gings. Es folgten Schüsse von Inken, Caro, Annie und Paula, die dieses Mal gekonnt traf. Als 10.Schützin war Britta an der Reihe, ihr Schuss ging übers Tor, den darauffolgenden Elfmeter verwandelte Neuenahr, sodass Potsdam letztendlich auf dem 4.Platz landete.
Das Ergebnis ist ok gewesen, dass sahen die Spielerinnen ähnlich, man ärgerte sich nur, dass man ausgerechnet gegen Essen verlor.
Die Spielerinnen aßen alle noch etwas, wir konnten uns ein wenig unterhalten und dann ging es zur Siegerehrung. Duisburg gewann das Turnier, unsere Piwi wurde beste Torschützin – sie traf 7 mal, und in unserem Team wurde Crish zur besten Spielerin gewählt. Nach Verabschiedungen machten wir uns auf den Heimweg. Nach einem Ess-Stop, der Überholung des Mannschaftsbusses und 5 Stunden später waren wir wieder im heimeligen Potsdam.
Der Trip hatte sich gelohnt, auch wenn Potsdam nicht so gut wie erhofft abschnitt. Es war schön, die Mädels mal wieder spielen zu sehen, mit ihnen zu plaudern und auch das Campen machte irgendwie Spaß. Die Flaesheimer (wir fragen uns immer noch warum man das „ae“ als „a“ und nicht als „ä“ spricht … *?*) waren sehr gastfreundlich zu uns, machten uns das Zelten dort umsonst möglich, wofür noch mal herzlich Danke sagen!
(Janett)
22/7/2005
FC Grün Weiß Piesteritz II (Herren, Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 7, Saison 2004/05) – 1.FFC Turbine Potsdam II (Damen, 2.Bundesliga, Staffel Nord, Saison 2004/05 Platz 5)
Testspiel am 22.07.05, 19 Uhr, Stadion im Volkspark
Potsdams Anfangself: Grau, Marxkordt, Mucha, Schlanke, Lüdtke, Parlow, Baier, Starick, Fechner, Sandmann, Heller
Da ich privat in der Gegend war, machte ich mich Freitagabend auf, mir die 2. Mannschaft in Piesteritz anzusehen. Mir fielen zuerst die vielen unbekannten Gesichter in den Reihen der Spielerinnen und Betreuer auf, aber auch einige wohlbekannte Gesichter.
Das Spiel begann auf Seiten der Potsdamerinnen sehr nervös und so versuchte Piesteritz schnell das erste Tor zu erzielen und erspielte sich einige Chancen. Ab der 5. Minute begannen auch die Potsdamerinnen am Spiel teilzunehmen und hielten ordentlich dagegen. Leider fiel schon frühzeitig die Unsicherheit der Torhüterin auf und so kam es auch zum ersten Treffer. In der 12. Minute segelte ein ungefährlicher Ball in Richtung Tor, der dann unerklärlicher Weise den Weg ins Tor fand. Klarer Torwartfehler. Nur zwei Minuten später, griff die Torfrau dann an einer Flanke von rechts vorbei und so konnte der hinter ihr postierte Spieler problemlos zum 2:0 verwandeln. Potsdam verlegte sich nunmehr auf verstärkte Abwehrarbeit und wollte keine Bälle in Richtung ihres Tores zulassen. Dabei zeigten die Spielerinnen auf der linken Potsdamer Seite sehr großes Geschick und Engagement. Das Duo Schlanke/ Starick harmonierte bis dato bestens. Besonders Schlanke zeigte ein sehr gutes Stellungsspiel, Zweikampfverhalten und Spielverständnis.
Das Spiel beruhigte sich und so war es wieder ein individueller Fehler, der das 3:0 einleitete. Während Potsdam versuchte auf Offensive umzuschalten, passierte ein Fehlpass im Mittelfeld und Piesteritz konnte durch den schnellen Gegenzug die Abwehr, die in der Vorwärtsbewegung war, überwinden. Dies alles in der 28. Spielminute. Bereits drei Minuten später erzielten die Piesteritzer das 4:0 aus einer Freistoßsituation. Diese war knapp am Strafraum und die Mauer (3 Spielerinnen beorderte Grau hinein) war für diese Entfernung wohl zu klein gewählt.
In der letzten Minute der ersten Halbzeit konnte dann auch der erste gelungene Torschuss in Richtung Piesteritzer Tor registriert werden.
Insgesamt zeigte sich, dass die Abwehr recht solide stand, das Mittelfeld noch zu viele Fehler machte und die Stürmerinnen daher wenig Bälle bekamen. Individuelle Fehler waren es, die bisher den deutlichen Unterschied machten.
Zur zweiten Halbzeit wechselte das Trainergespann Toerne, Grohs und Paschen für Lüdtke, Sandmann und Fechner ein. Starick rückte vor auf die Stürmerposition neben Toerne. Grohs nahm ihre Position ein und Paschen ersetzte Lüdtke. Potsdam kam besser in die zweite Halbzeit als in die erste. Die Trainer hatten der Torhüterin Grau neues Selbstvertrauen eingeimpft und so zeigte sie eine deutliche bessere zweite Hälfte. Ebenfalls verbessert aus der Pause kam Baier, der im ersten Abschnitt nichts gelungen war.
In der 53. Minute fiel das 5:0. Wieder zeigten sich die Probleme bei Gegenangriffen, wenn sich die eigene Mannschaft in der Vorwärtsbewegung befindet. Nach dem 6:0 in der 61. Minute wechselten die Trainer erneut; Leist und Willems kamen für Parlow und Schlanke.
Das es ein Testspiel mit Trainingscharakter war, zeigte sich in der 68. Minute, als der Trainer die bereits ausgewechselten Sandmann, Lüdtke und Fechner erneut aufs Feld schickte für Heller, Baier und Starick. Dem folgte später die erneute Einwechselung von Schlanke, Baier und Starick für Mucha, Lüdtke und Marxkordt. Durch die Wechsel ergaben sich einige Verschiebungen innerhalb der Mannschaft und ein nicht zu übersehender Bruch im Spiel. So fielen die letzten Tore in kurzer Abfolge. Das 7:0 in der 82. Minute, das 8:0 in der 85., das 9:0 in der 86. und das 10:0 in der 88.Minute. In der Schlussminute konnte die bis dato unauffällige Toerne, die beste Torchance (ein Lattentreffer) verbuchen.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Ergebnis zu hoch ausgefallen ist und besonders individuelle Fehler dazu beitrugen. Wenn die Mannschaft noch an der Verbesserung der Konzentration arbeitet und die Fehler versucht abzustellen, kann man sicher einiges erwarten. Die vielen jungen Spielerinnen zeigten eine durchaus ansprechende Leistung und Potenzial ist eindeutig erkennbar. Besonders die Defensive sollte, mit einer erfahreneren Torfrau, wieder ein Garant für eine gute Saison werden.
(Marko)