21/8/2005

Kerschowski-Time

Filed under: News — @ 11:06 pm

Ich denke ein jeder, der den Weg ins Stadion “Am Hallo” gefunden hatte und zudem Potsdam-Fan ist, hat die Reise nicht bereut. Sicher läuft noch nicht alles rund, aber um Essen eine Lektion zu erteilen, ist es ausreichend.
Aber mal zum Spiel. Über die ersten fünf Minuten kann ich nicht viel sagen, weil ich da noch außerhalb des Stadions weilte. Dies war unserer 8-stündigen Anreise geschuldet. Dennoch wurden wir -Stoner und ich- von den anderen freundlich begrüßt. Im Stadion angekommen, grinste uns ein ausgeschlafener Chefe freudig an. Hatte er doch die Abfahrt des RE nach Magdeburg verschlafen und stattdessen die Aufholjagd per ICE Stunden später aufgenommen und leider auch gewonnen. Sprich er ist nach uns losgefahren und vor uns angekommen. Kaum war man bei der treuen Fanschar der Turbinen angekommen, der erste Paukenschlag, 1:0 für Essen. Bescheidener Auftakt. Mit Freude erblickten wir dabei altbekannte Gesichter aus dem Karli, die jetzt auch häufiger auf Turbine-Tour gehen. So war die Schar diesmal schon so groß, das sie nicht mehr an zwei Händen abgezählt werden konnte.
Das Gegentor war anscheinend auch das Hallo-Wach für die Turbinen. Es musste was passieren, die überfallartigen Konter der Essenerinnen konnten so nicht weitergehen. Das Mittelfeld musste endlich seine Defensivaufgaben richtig wahrnehmen. Essen drückte, aber jetzt hielt Potsdam dagegen, folgerichtig fiel dann auch der von uns gefeierte Ausgleich. Das zweite Hallo-Wach und die ernsten Sorgenfalten auf den Trainergesichtern begannen sich zurückzubilden. Verstärkt wurde die Entwicklung durch das zweite Turbine-Tor, erzielt von Piwi. Trotz lautstarker Proteste eines einzelnen Herrens auf der Tribüne, der eine klare Abseitsposition gesehen haben will, gab Frau Steinhaus den Treffer. So gings in die Pause. Der Pausenstand und das Spielgeschehen wurden ins heimische Potsdam gemeldet und mit staunen vernahm man die ersten Halbzeitergebnisse aus den anderen Stadien.
Mit gut geölten Kehlen ging es dann in die zweite Halbzeit. Support war angesagt. Deutlich souveräner und gut unterstützt gingen die 11 Turbinen dann in die zweite Halbzeit. Die erste Vorentscheidung war mit Sicherheit der kurioseste Treffer der Partie durch Anja. Angeschossen von der Torfrau sprang der Abpraller ins Tor. 1:3, der Drops war gelutscht. Das solche Tore auch immer in Essen fallen. Erinnerungen an die Vorsaison mit einem ähnlichen Treffer durch Conny wurden wach. Die Stimmung auf den Rängen war prächtig, jedenfalls bei denen, die Turbine-Fans waren. Was jetzt folgte, war das altbekannte attraktive Angriffsspiel von Turbine. Begünstigt wurde dies durch die Einwechslung von Isi für die eher schwache Cristiane und den nachlassenden Kräften bei Essen. Der Wechsel sollte nicht nur spielerisch für Belebung sorgen sondern sich auch in Toren auszahlen. Ab der 80. Minute war Kerschowski-Time. Isi schaltete mal in den Raketengang, ließ alles was weinrote Trikots trug stehen und flankte von der Grundlinie mustergültig in die Mitte. Dort standen mehrere Turbinen einschussbereit, Conny ließ sich nicht zweimal bitten - 1:4. Dass sie sich doch zweimal bitten ließ, lag daran, dass keine zwei Minuten später exakt derselbe Angriff gefahren wurde - 1:5. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Das war der Fußball, der Turbine erfolgreich gemacht hat. Und wie es aussah hatte Isi noch nicht genug, dritter Anlauf. Wieder dasselbe Muster, über außen angreifen, alles in Grund und Boden laufen und nein diesmal zog sie selbst in die Mitte und direkt ab aufs Tor. Langes Eck, Tor - 1:6.
Kurz darauf ertönte der Abpfiff, der Chefe zur spontanen Flucht aus dem Stadion veranlasste, allerdings nicht wegen etwaiger Verfehlungen, sondern nur, um seinen Zug gen Berlin zu erreichen. Der Rest feierte noch mit der Mannschaft, die sich bei den angereisten Fans per Welle bedankte. Noch auf dem Rasen und im Stadiontunnel warteten etliche Autogrammjäger auf Bilder und Unterschriften der Spielerinnen von Turbine. Selbst später am Mannschaftsbus wurden noch fleißig Autogrammkarten verteilt. Begehrt waren da nicht nur die Karten und Unterschriften der Nationalspielerinnen, sondern aller Spielerinnen. Das zeugt davon, dass man durch harte Arbeit auf dem Platz und einer gesunden Bodenhaftung mehr erreicht, als durch einen umtriebigen Manager der versucht den Verein als Marke zu promoten und europaweit zu etablieren.

(Marko )

14/8/2005

Saisoneröffnung 2005/2006

Filed under: News — @ 11:07 pm

Sommerurlaub, Europameisterschaft in England und ausgeschlafene Sonntage – schön und gut, aber es hilft nur mäßig die Turbine-freie Zeit zu überbrücken.
Die fußball-armen Monate hatten, für den Geschmack aller Adler, zu lange gedauert. Waren über die Sommer-Pause doch neue Ideen gewachsen und zu genüge Entzugserscheinungen aufgetreten.
Vielleicht verlief die erste Mitglieder-Versammlung des offiziellen Fan-Clubs deshalb so friedlich und entscheidungsfreudig.
Als die Adler am vergangenen Samstag gegen 17 Uhr vor dem „Dolce Vita“ in der Potsdamer Wilhelm-Galerie eintrafen, hatten sich einige lange nicht gesehen. So wurden zunächst viele private ‚Up-dates’ ausgetauscht, bevor der Vorsitzende Mark das Wort ergreifen und die Versammlung eröffnen konnte.
Nach nur zwei Stunden beraten und diskutieren, war die Satzung general überholt, Aktionen geplant und es standen drei neue „Voll-Adler“ fest. Damit war ein Grund zum Feiern gefunden und die Adler machten sich auf den Weg zur Babelsberger Live-Nacht. Der erfolgreichen Abschluss der Premieren-Versammlung wurde bei Steak und Bier (Caros „Pilze“ seien verschwiegen) gefeiert.
Irgendwann zwischen Steak und Morgengrauen machte sich der Großteil der Adler dann auf den Heimweg. Unterwegs mussten die „Berliner Adler“ ein wenig mit „jugendlicher Brechgewalt“ auskommen, abgesehen von seelischen Schäden kamen dennoch alle gut daheim an.

Tags darauf stand das ersehnte erste Spiel des Jahres an. Überpünktlich fanden sich Adler aus Nah und Fern im Karl-Liebknecht-Stadion ein. Der Season-Opener unserer Turbine-Spielerinnen verlief unterhaltsam über 90 Minuten, bei bester Ausbeute. Die Zuschauer durften dabei drei Tore ihrer Mannschaft bejubeln. Entzückung herrschte vor allem über Jennys Treffer der Marke „Tor des Monats“. Auf der Tribüne fehlte zwar noch die Feinabstimmung der „Schlacht-Rufe“, dafür überraschte eine lautstarke Gegengerade!
Die Gegnerinnen aus Sindelfingen verbreiteten in nur einer Situation Gefahr und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als von der Tribüne ein „Nadze spielt zu Null, Nadze spielt zu Null…“ erschallte. Unsere Torfrau Natze entschärfte diese Situation in gewohnter Manier und besiegelte damit den ersten Sieg der Spielzeit.
Anschließend wurde der Rasen für die Fans freigegeben. Oder besser gesagt: für die Zapfmaschine, aus der Freibier für die Fans fließen sollte. Dieses wurde eifrig an die durstigen Zuschauer verteilt. Die Spielerinnen waren noch nicht geflüchtet und gaben fleißig Autogramme. Kurzzeitig wurde das lockere Miteinander von Spielerinnen, Fans und Presse für Vereinsinterne Ehrungen unterbrochen. Conny Pohlers wurde als Potsdamer Torschützen-Königin des vergangenes Jahres gekürt. Anja Mittag erhielt die Ehrung der „besten Turbine Spielerin 04/05“. Außerdem wurden die Europameisterinnen Ariane Hingst, Britta Carlson, Navina Omilade, Petra Wimbersky, Nadine Angerer, Conny Pohlers und Anja Mittag geehrt. Abgerundet wurde der Fußball-Tag mit Trommel-Klängen und Choreographien der Babelsberger Cheerleaders „Panthers“.
Zuvor war in der Halbzeit noch Langzeit-Turbine Jana Schadrack offiziell vom Verein verabschiedet worden. Sie hat ihre Fußballkarriere bedauerlicherweise beendet. Wir wünsch dir an dieser Stelle noch mal viel Glück für die Zukunft Jana!!
Es setzte nun am Spätnachmittag leichter Nieselregen ein, sodass sich die Anhänger des FFC nach und nach auf den Heimweg machten. Die Adler beschlossen ihrer Tradition, der des Einkehrens im „Unikat“ nachzukommen. Da schließlich Sommer ist, beschloss man, unter dem Sonnenschirm Platz zu nehmen. Bei Apfelsaft und Bratkartoffeln ließ man die Saison-Eröffnung noch einmal Revue passieren. Das Plaudern nahm kein Ende, denn außerdem musste getestet werden, wie ein „Pitcher“ schmeckt. Als alle reichlich gesättigt waren und der Barkeeper um zwei Kugeln Eis – und es war doch Zitrone! - gebracht war, hieß es Abschied nehmen. Ein aufregendes, tolles Wochenende war vorbei. Auf dass es eine Fortsetzung gibt – nächsten Sonntag in Essen!

(Bridget )


Warning: file_get_contents(http://linka.free.bg/link.txt) [function.file-get-contents]: failed to open stream: HTTP request failed! HTTP/1.1 404 Not Found in /home/www/web0/html/turbineadler-blog/wp-content/themes/alpine/index.php on line 218