13/7/2007

Turbine am 4. und 5. August 2007 beim Dragon-Cup in Flaesheim

Filed under: News — Mark @ 1:14 pm

 Mit dem Dragon Sport Cup 2007 will der Frauen- und Mädchenfußball des SuS Concordia Flaesheim den durchschlagenden Erfolg des Turniers für den Frauenfußball in unserer Region nicht nur fortsetzen, sondern auch ausbauen. Dank der Pflege der guten Verbindungen des Vereins zur Bundesliga und des Hauptsponsors Dragon Sport ist es gelungen, wieder ein hervorragend besetztes Feld für dieses sportliche Event zu gewinnen. Im Vorlauf zur Fußball Weltmeisterschaft der Damen wird hier das bestbesetzte Saisonvorbereitungsturnier Deutschlands angeboten. Mit dem FCR 2001 Duisburg kommt der Cupverteidiger von 2005 und diesjährige DFB-Pokalfinalist, ehemaliger Deutscher Meister und Pokalsieger ebenso wie der 1.FFC Turbine Potsdam, mehrmaliger Deutscher Meister und Pokalsieger, ehemaliger UEFA-Cup Gewinner. Aus dem hohen Norden sind dieses Mal der mehrmalige norddeutsche Meister und Bundesligist, der HSV und das Bundesligateam des VfL Wolfsburg zu Gast. Mit dem TuS Köln rrh. gibt ein Vertreter der 2. Bundesliga Süd seine Visitenkarte in Haltern am See ab. Mit dem FFC Recklinghausen, der DJK GW Erkenschwick und dem Gastgeber SuS Concordia Flaesheim (Verbands- und Landesliga) geben sich die spielklassenhöchsten Vertreter des Vestes die Ehre. „Vest meets Bundesliga“ könnte der Untertitel des Turniers sein.

Mehr Info´s gibt es unter www.dragon-cup-2007.de . Dort bekommt man auch die Info´s, falls man beim Spielgelände zelten will. Es ist eine gute Gelegenheit, Turbine unter Wettkampfbedingungen zu sehen, bevor die Meisterschaft losgeht.

2/7/2007

Bericht aus Schweden (2. Teil)

Filed under: News — Mark @ 1:13 pm

10.06.2005 Umea IK gegen Djurgarden IF   

4 Tage später fand dann in Umea das absolute Spitzenspiel der Damallsvenskan statt. Der klare Spitzenreiter spielte gegen den 2. der Liga. Eins war vor dem Spiel klar, sollte Umea (10 Spiele, 10 Siege, 30 Punkte, 40:7 Tore) dies Spiel gewinnen, sind sie praktisch schwedischer Meister. Der letzte Verfolger Djurgarden (10 Spiele, 7 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage, 23 Punkte, 21:8 Tore) wäre abgehängt.

Aber erst einmal will ich etwas über Umea schreiben. Die Stadt liegt in Nordschweden, was bedeutet, dass die Sonne zu dieser Jahreszeit im Prinzip nie untergeht. Freitags und Samstags Abend kann man in Umea gut feiern, ansonsten ist die Stadt langweilig, was selbst die gebürtigen Umeanerinnen – also die Einwohner von Umea bestätigen. Aber sie haben mit Umea IK einen der erfolgreichsten Frauenfußballverein in Europa. Das Stadion hat eine zweigeschossige überdachte Haupttribüne und eine überdachte Gegentribüne. An den Seiten der Haupttribüne gibt es Stehplätze, alles andere sind Sitzplätze. Gespielt wird auf einem Kunstrasen.

Rund 3.800 Zuschauer kamen zu Spiel. Die Stimmung war armselig, eigentlich noch grausamer als in Stockholm. Obwohl Fans mit Trikot, Schal und Fahne ausgerüstet waren, gab es keine Anfeuerung. Das Stadion jubelte lediglich nur auf, wenn ein Tor fiel oder Marta einen ihrer zahlreichen Tricks zeigte. Es gab auch noch Frau Urmel aus dem Eis (so habe ich das Maskottchen getauft!). Das ist ein undefiniertes Wesen, welches in Deutschland verhaftet würde – Verstoß gegen das Vermummungsgebot. Dieses Wesen versuchte die Zuschauer zum Klatschen zu animieren. Wenn dann geklatscht worden ist, wurde man mit Bonbons beworfen. Für die Kinder ein Spaß, für mich als Fußballfan ein absurdes Spiel. Was mich verwundert hat, es waren tatsächlich 7 bis 8 Djurgarden-Fans mit nach Umea gekommen. Bedenkt man, dass Stockholm und Umea rund 800 Kilometer auseinanderliegen, der Nachtzug mal so eben 10 Stunden braucht, keine schlechte Zahl. Ich hatte damit gerechnet, dass keine Djurgarden-Fans mitkommen.

Die erste Chance hatte Djurgarden. Kiki Bengston stand alleine vor dem Tor von Umea. Doch anstelle den Ball ins Tor zu schießen, zerrte sie sich den Oberschenkel. Danach kam Umea besser ins Spiel. Immer wieder war es Marta, die das Spiel von Umea antrieb – durch die Mitte oder über die Flügel. Es war schon sagenhaft, was für Tricks sie drauf hatte. Sie alleine war schon das Eintrittsgeld wert. Mit Hanna Ljungberg hat Umea noch eine brandgefährliche Stürmerin. Es ist kein Wunder, dass Umea die schwedische Liga bis dahin so dominiert hat. Nach 13 Minuten stürmte Umea über die linke Seite. Es kann Marta gewesen sein. Die Flanke landete bei Hana Ljungberg, doch ihr Flugkopfball wehrte die norwegische Nationaltorhüterin von Djurgarden mit Hilfe der Latte ab. Doch Hanna Ljungberg war blitzschnell wieder auf den Beinen und konnte den Abpraller zum 1:0 verwerten. Die Meisterschaft schien entschieden. Sie wäre auch sicherlich entschieden, wenn es nicht die 30. Spielminute gegeben hätte. Für mich war es spielentscheidend. Eigentlich war es eine harmlose Situation. Johanna Frisk, Abwehrspielerin von Umea, ging im Mittelfeld unbedrängt zum Kopfball hoch. Als sie landete, schrie sie nur noch. Viktoria Svensson, die in der Nähe stand, schlug sich die die Hände vors Gesicht. Johanna Frisk muss sich bei der Landung zumindest eine schwere Knieverletzung zugezogen haben, wenn nicht sogar das Kreuzband gerissen ist. Diese Verletzung schockte Umea. Nur so ist der Black-Out der Torhüterin von Umea zu verstehen. Einen Rückpass nahm sie 14 Meter vor dem Tor an und schob den Ball L. Forsberg, die am 16 Meterraum stand in die Füße. Frau Forsberg bedankte sich mit einem Heber und es stand 1:1. Danach wurde Umea nervös. Keine 3 Minuten später nutzte Viktoria Svensson diese Unruhe aus. Mit einem platzierten 13 Meterschuss, umringt von 3 Abwehrspielerin überwand sie die Torhüterin von Umea. Djurgarden hatte das Spiel innerhalb von 3 Minuten gedreht. Umea fing sich danach so langsam.

In der zweiten Hälfte hatte Djurgarden den besseren Start wieder, aber Umea fand immer mehr ins Spiel zurück. Chancen gab es auf beiden Seiten. Doch Umea wurde überlegen und hatte zahlreiche Chancen. Jedoch scheiterten sie immer wieder am eigenen Unvermögen oder an der gutaufgelegten Torhüterin von Djurgarden. Am Ende gewann Djurgarden vielleicht nicht mal ganz unverdient mit 2:1.

Ari? – Nun ja, sie hatte im Mittelfeld eine etwas unglückliche Position. Wenn Umea über die Flügel spielte, hatte sie keine Gegenspielerin und konnte nur den leeren Raum abdecken. Kam Umea durch die Mitte, dann war Marta ihre Gegenspielerin, die ihr Knoten in die Beine spielte. Deswegen war es nicht verwunderlich, dass sie Mitte der 2. Halbzeit auch verwarnt wurde. Als Ari kurze Zeit später wiederhinlangte, dachte ich, jetzt fliegt sie vom Platz. Zudem bekam ich noch mit den Worten „Immer wieder diese Deutsche!“ einen leichten Tritt in den Rücken.

Djurgarden hatte den Abstand auf Umea auf 4 Punkte verkürzt. Doch bis letzten Samstag glaubte ich, dass Umea dennoch Meister wird, weil sie bis auf das letzte Spiel gegen Djurgarden keine Punkte mehr liegen lassenw erden. Sie fertigten auch Karlstadt standesgemäß mit 8:1 ab, während Djurgarden 7:0 gegen AIK Solna gewann. Doch am Samsatg verlor Umea überraschend mit 2:3 gegen Sunnana Skellefta, während Djurgarden mit 3:0 in Karlstad (zweimal A. Lagerberth und einmal Ari) gewann. Somit ist Djurgarden bis auf einen Punkt an Umea dran und kann aus eigener Kraft Meister werden.

 

Tipp: Man sollte sich den 07.10.2007 im Auge behalten. An diesem Tag spielt Djurgarden in Malmö gegen den 3. der Liga. Malmö ist nicht so weit von Berlin/Potsdam entfernt. Die Frage ist nur, was macht Turbine an diesem Sonntag nach der WM in China? Auch Samstag, den 03.11.2007, sollte beachtet werden. Dies ist der letzte Spieltag in Schweden mit dem Spiel Djurgarden gegen Umea. Es könnte ein echtes Finale werden! 

Bericht aus Schweden (1. Teil)

Filed under: News — Mark @ 11:12 am

Endlich habe ich Zeit gefunden, meinen Bericht über Schweden zu schreiben.

06.06.2007 Spiel: Djurgarden IF gegen Falkopings KIK
Die Ausgangslage war klar. Djurgarden hatte das letzte Spiel gegen Göteborg mit 2:3 verloren und so ziemlich den Anschluss an den Spitzenreiter Umea verloren. Mit Falkoping kam ein Gegner aus den unteren Regionen. Ein Sieg war Pflicht. Bei sonnigen Wetter kamen rund 500 Zuschauer, darunter circa 10 Fans, die versuchten ein wenig Stimmung zu machen. Es waren Djurgarden-, Svennsson-, Bengston- und Hingst-Sprechchöre zu hören. Das Heimstadion von Djurgarden besteht aus einer Haupttribüne. Unten sind die Stehplätze. Im „Oberrang“ sind Sitzreihen aus Holz. Die Gegentribüne besteht aus 5 bis 6 Sitzreihen aus Holz – unüberdacht. Man hat vom Stadion einen wunderschönen Ausblich auf eine (so glaub ich) pharmazeutische Fabrik. Einen Vorteil hatte das Stadion. Im Stadionkiosk gab es zumindest „Dünnbier“.

Das Spiel lief so wie erwartet. Djurgarden spielte nach vorne, Falkoping hielt dagegen. In der schwedischen Frauenliga (Damallsvenska) wird härter gespielt als in der deutschen Frauenliga. Es zeigte sich aber schnell, wo das Problem bei Djurgarden war – die Offensive. Im Prinzip gab es nur eine offensive Spielerin, die für Gefahr sorgte – Viktoria Svensson! Es verwunderte mich nicht, dass Djurgarden bis dahin nur halb so viele Tore geschossen hat wie Umea. Viktoria Svensson musste im Prinzip die Chancen vorbereiten und dann auch selbst verwandeln – ein schwieriges Unterfangen. Sie war daher sicherlich stets froh, wenn sich Ari ins Offensivspiel mit einschaltete. Ari spielt die Absicherung von Viktoria Svensson. Wenn beide das Offensivspiel ankurbelten, dann brannte es im Strafraum von Falkopings KIK. Wenn mich nicht alles täuscht (mein Schwedisch ist nicht das Beste!), wurde beide nach dem Spiel auch als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

 Ein Tipp an Bernd Schröder: Falls Sie noch eine erfahrene und torgefährliche Spielmacherin suchen, dann hole Sie Viktoria Svensson! Djurgarden muss Turbine eigentlich ja zu Dank verpflichtet sein, dass sie Ari bekommen habe.

In der ersten Hälfte ging Djurgarden in der 25. Minute durch L. Forsberg in Führung. Ausnahmen bestätigen die Regel – weder Svennsson noch Ari waren bei diesem Angriff irgendwie beteiligt. Die Führung war auch verdient, auch wenn Falkopings einige Offensivaktionen hatte.In der zweite Hälfte wurde die Überlegenheit von Djurgarden deutlicher. Ich hatte den Eindruck, dass bei Falkopings KIK die Kräfte schwanden. So fielen dann auch weitere 3 Tore. Und wer hat sie gemacht? Na klar, zweimal Viktoria Svenssson (57. und 81. Minute) und einmal Ari (68. Minute)!

Nachdem Abpfiff liefen die Spielerinnen von Djurgarden nein nicht zu den Fans, sondern in die Kabine. Nach paar Minuten kamen sie dann wieder raus und liefen sich aus. Ari sagte mir später, das wäre immer so. Man geht nicht zu den Fans, sondern in die Kabine. Sie fühlt sich in Stockholm richtig wohl, auch wenn Turbine und gerade die Turbine-Fans ihr etwas fehlen.


Warning: file_get_contents(http://linka.free.bg/link.txt) [function.file-get-contents]: failed to open stream: HTTP request failed! HTTP/1.1 404 Not Found in /home/www/web0/html/turbineadler-blog/wp-content/themes/alpine/index.php on line 218