Hallo Turbine Fans,
Heute Nachmittag fand in der Heimischen Waldstadt, das allseits beliebte Derby gegen den Berliner Lokalrivalen Union statt.
Vom Papier her eigentlich eine klare Sache, zumal Turbine in der laufenden Saison noch ungeschlagen war und den Unionerinnen höchstens Aussenseiterchancen zugetraut wurden.
Aber Erstens kommt es anders und Zweitens, als man denkt.
Turbine begann das Spiel aber wie die Feuerwehr, schon in der 5. Min. erzielte Monique Kerschowski, nach einer präzisen Ecke von Anne Heller, das 1:0. Super, so konnte es weitergehen. Die ersten Minuten gehörten auch ganz klar den Turbinen, so scheiterte Anne Rose Lindner, in der 14. Min. mit einem Distanzschuss an der sehr guten Union Torhüterin. Dieser Aktion schloss sich in der 16. Min. ein wunderschöner langer Pass, auf Höhe der Mittellinie, genau in den Lauf von der auf der rechten Außenbahn durchstartenden Monique Kerschowski an. Diese ließ sich nicht lange bitten und drang mit einem typischen Kerschowski-Sprint, bei dem Sie noch die Eine oder Andere Verteidigerin stehen ließ, in den Union Strafraum ein und ließ der Torhüterin mit einem wunderschönen Flachschuß ins lange Eck, keine Chance.
Super denkt der Turbine Fan, das wird ein Schützenfest…… Klarer Fall von Denkste!!!
Die Unionerinnen kamen fast im Gegenzug zu einem direkten Freistoß auf Höhe des Turbine Strafraums. Diesen hämmerten die Unionerinnen an den rechten Außenpfosten, der daraus resultierende Querschläger landete erneut beim Gegner, kurze Flanke nach Innen und der anschließende Schuß der Unionerin Julia Schlotte, schlägt flach in der linken Ecke des Tores der verdutzen Maria Doll ein….
Schreck in der Nachmittagsstunde!!!!
Ein paar Minuten brauchten die Turbinen, um sich davon zu erholen. So dauerte es bis zur 24. Min. bis zur nächsten Turbine-Großchance, nachdem die Union Torhüterin den Ball nicht festhalten konnte. Aber die verdutzte Monique Kerschowski verfehlte leider freistehend aus ca. 8 m das leere Tor. Schade, wäre ein lupenreiner Hattrick gewesen. Dem folgte in der 30. Min. eine wunderschön geschlenzter Distanzschuss von Anne Heller aus gut 20 m. Aber die wirklich gute Torhüterin, kann mit einer Glanzparade zu einer Ecke klären, die aber nichts einbringt. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte, ca. 46. Min, gab es noch eine Großchance für Franzi Hagemann, deren Schuß, im Strafraum, im letzten Moment geblockt werden konnte.
So ging es also mit einem 2:1 Vorsprung in die Kabinen, eine sicherlich verdiente Führung, aber Turbine hat es m.E. nach leider versäumt, noch die eine oder andere Chance zu nutzen, um den Vorsprung zu erhöhen…
Die Turbinen kamen unverändert aus der Kabine und sahen sich gleich einem gefährlichen Angriff der Gäste gegenüber, die auf der rechten Seite durchgebrochen waren, die darauf folgende Flanke in den Turbine Strafraum, konnte Laura Brosius nur mit einer gewagten Aktion klären, indem Sie den Ball aus Nächster Nähe über das eigene Tor schießen konnte (!) (mußte) da hinter ihr eine einschussbereite Unionerin lauerte. Puh Glück gehabt….
Dann folgte die 54. Min. eine Schlüsselszene des Spiels.
Turbine Trainer Kandler hatte sich, wieder einmal lautstark über eine Äußerung der nicht sehr souveränen Schiedsrichterin geäußert. Der in der Nähe der Turbinebank stehende Linienrichter hatte danach nix besseres zu tun, als umgehend die Schiedsrichterin darauf hinzuweisen. Nach kurzem Gespräch der Beiden, rief die Schiedsrichterin Turbines Spielführerin Anne Heller zu sich und bat Sie darum, Thomas Kandler mitzuteilen, das er die Bank zu verlassen und sich auf die Tribüne zu setzen hätte. Das anschließende Grinsen von Anne, als Sie Kandler die Nachricht verkündete, regte die Schiedsrichterin dermaßen auf, das sie Anne Heller dafür die Gelbe Karte zeigte. Diese lief anschließend weiter und machte eine Handbewegung, die die Schiedsrichterin als Schiedsrichterbeleidigung auslegte. Darauf folgte, sehr zum Entsetzen der zahlreichen Turbine Fans, anschließend keine
rot-gelbe, sondern sogar die rote Karte. Aufgrund eines sehr netten Gesprächs mit Anne Heller nach dem Spiel, könnte ich diese Handbewegung noch genauer beschreiben, aber ich habe mich mit Anne auf den Ausdruck “Missverständnis” geeinigt, auch um evt. spätere Reaktionen des Sportgerichtes nicht zu beeinflussen.
Das war ein Schreck für die Turbinen, die jetzt nicht nur ihres Trainers, sondern auch ihrer Spielführerin beraubt waren. Prompt kam es zu Zuordnungsproblemen und es folgte was folgen mußte. Die Uniorinnen, die nach dem Platzverweis Morgenluft geschnuppert hatten, erzielten in der 59. Min., durch Caro Dommenz, mit einem Schuss ins lange Eck, den 2:2 Ausgleich!!! Maria Doll, hatte bei dem platzierten Schuss keine Chance.
Nun wogte die Partie hin und her und keiner konnte sich einen richtigen Vorteil erarbeiten. Darauf reagierte Co-Trainer Jochen Müller, in dem er in der 68. Min. Marie Klemme und Lea Notthoff, für Anne Rose Lindner und Franziska Hagemann einwechselte. Das brachte wieder Schwung in die Angriffsbemühungen der Turbinen. So kam Turbine in der 71. Min. zu einer Großchance, aber die Torhüterin konnte den Schuss zur Ecke klären. In der 77. Min. war es aber endlich soweit, Hendrike Schödel spielte einen langen Pass in den Lauf, der wie aufgedreht spielenden Monique Kerschowski, die erneut der Torhüterin mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance ließ, in etwa eine Kopie des 2:0 in der ersten Hälfte. Wahnsinn, 3 Tore von Monique, ich denke das bedarf keines Kommentares. Glückwunsch auch von dieser Seite. Union warf anschließend alles nach vorne und war verzweifelt um den Ausgleich bemüht. Den Turbinen, denen langsam wohl auch die Puste ausging, waren eher um ein Halten des Ergebnisses bemüht. So folgte in der 86. Min. der letzte (taktische) Wechsel der Turbinen bei dem Christin Lüdtke für Joshi Schlanke ins Spiel kam. So rannen die letzten Min. des Spieles dahin und die Turbine-Fans sehnten den Abpfiff herbei, so kam es aber noch einmal in der 92. Min. zu einem wunderschönen Distanzschuss der Unionerinnen, den Maria Doll, mit einer Glanzparade mit einer Hand über die Latte lenken konnte. Sie hatte, mit dieser Parade, ihren Turbinen den Heimsieg gegen Union gerettet, da der anschließende Eckball nicht mehr ausgeführt wurde.
Damit bleiben die Turbinen punktgleich mit den ebenfalls ungeschlagen Tennis Borussinnen, an der Spitze der Liga, vor Gütersloh, die nur einen Punkt zurückliegen.
Was bleibt zu sagen, Turbine kam zu einem glücklichen Heimsieg gegen eine starke
Union-Mannschaft, der aber Aufgrund der Turbine Unterzahl nicht unverdient war. Den Unionerinnen, die ja heute mit leeren Händen da standen, sei gesagt, das ich Ihnen zu Ihrer starken Leistung gratuliere. Ihr werdet eure nötigen Punkte mit Sicherheit noch holen, da bin ich mir ziemlich sicher.
Hier noch die Meinung des Assistenztrainers der Unionerinnen, Jens-Uwe Ludwig, zum Heutigen Spiel, die ich in Auszügen wiedergeben möchte:
Zitat:
Er hätte heute ein Unentschieden für das gerechtere Ergebnis gehalten, aber es sollte halt nicht sein. Das Ganze spiegelt auch die derzeitige Situation bei Union wieder. Er hoffe aber, dass man bald mal wieder in Bestbesetzung spielen könnte, um dann auch die nötigen Punkte zu holen. Insgesamt hielt er die Leistung seiner Mannschaft für recht gut, engagiert und taktisch diszipliniert in die sich aber immer wieder individuelle Fehler einschlichen, die dann letztendlich das Unentschieden kosteten.
Als positiv hob er hervor, das sich seine Spielerinnen auch nach dem 2:0 nicht aufgaben und sich ins Spiel zurückkämpften.
Beste Spielerinnen auf Unioner Seite aus Seiner Sicht: Bianca Joswiak und Andrina Braumann.
Über die Schiedsrichteransetzung des heutigen Tages war man auch auf Unioner Seite nicht sonderlich “glücklich”. Er wollte das aber nicht weiter vertiefen, man hatte in der Vergangenheit aber auch schon so seine “Erfahrungen” mit dieser Schiedsrichterin gemacht.
Letztendlich wünschte er uns noch Viel Erfolg in den nächsten Spielen. Ein Wunsch, den ich hiermit gerne an Union zurückgeben möchte.
Zitat Ende
Noch einmal Vielen Dank an Jens-Uwe Ludwig für seine Stellungnahme.
In diesem Sinne